Mehr Infos: https://plattenaktionstage.noblogs.org/
Demonstration am 28. August um 14 Uhr – S Mehrower Allee

Die Lebensrealität in Marzahn-Hellersdorf bewegt sich zwischen alltäglichem Widerstand gegen Nazis und Rassist*innen und dem Kampf um solidarische, antifaschistische Räume. Die sozialen Kämpfe im Bezirk sind geprägt durch Menschen, die aus der Innenstadt gedrängt werden. Viele migrantisierte und sozial benachteiligte Menschen können sich die immer höher steigenden Mieten und Lebenshaltungskosten der Innenstadt nicht mehr leisten und müssen auf den Stadtrand ausweichen. Die Verdrängung sorgt dafür, dass Marzahn-Hellersdorf nicht nur von Nazis bewohnt ist, sondern auch von Menschen verschiedenster Kulturen, Religionen und Klassenzugehörigkeiten, die Lust auf solidarisches Miteinander haben. Leider gibt es viel zu wenig Räume für alle, um sich auszutauschen, Kulturveranstaltungen zu erleben, einen Kaffee mit Freund*innen zu trinken oder Sport mit Genoss*innen zu machen. Marzahn-Hellersdorf ist kulturell abgehängt und braucht mehr Räume zum Vernetzen und gemeinsam Abschalten.

In der aktuellen Zeit zeigt sich wieder einmal, dass vor allem die Belange der jungen Menschen kaum mitgedacht werden. Während Airlines und Autokonzerne mit Milliarden von Euro subventioniert wurden, schafft es der Staat nicht einmal, die Klassenräume mit Luftfiltern auszustatten und schloss unsere Treffpunkte. Jugendclubs schließen, Sportplätze wurden abgesperrt, Jugendliche haben immer weniger Möglichkeiten, um sich auszutauschen und zu vernetzen. Für viele von uns ist es unmöglich, zuhause mit Geschwistern oder Mitbewohner*innen eine ruhige Lernatmosphäre zu schaffen, von einem freien und zuverlässigen Zugang zu Computer und Internet ganz zu schweigen. Vieles bleibt in dieser schwierigen Zeit auf der Strecke. Isolation, die Angst, sich anzustecken sorgen für Vereinzelung und spaltet uns.

In der zunehmenden Faschisierung von Staat und Gesellschaft, während extrem rechte Netzwerken in Polizei und Bundeswehr Todeslisten führen und sich auf einen „Tag X“ vorbereiten, in Zeiten von Querfrontler*innen wie Querdenken, bewaffneten Reichsbürger*innen und der zunehmenden Repression gegen emanzipatorische feministische Strukturen müssen wir uns selber organisieren und kollektive Momente schaffen.

Deshalb gibt es vom 26. – 29. August ein Event für politisch interessierte junge Menschen in Ostberlin. Wir möchten Euch einen Raum geben, wo ihr euch informieren, beratschlagen und vernetzen könnt. Wir wollen auf unserer Veranstaltung verschiedene soziale und revolutionäre Bewegungen auf der Welt beleuchten, diskutieren, uns darüber austauschen und von ihnen lernen.

Mit den Testmöglichkeiten und der näher rückenden Impfung können wir wieder anfangen uns wieder gemeinschaftlich zu organisieren.

Schließt euch an und kommt zu den Plattenaktionstagen ’21.

Wir sehen uns auf den Straßen!

Wir sind solidarisch mit den sozialen und revolutionären Bewegungen auf der Welt und stehen und halten zusammen gegen jede Repression!

Free Lina! Rigaer Straße 94 bleibt! Köpi bleibt Risikokapital!