Den III. Weg versenken!

Mehr Infos hier: https://3wegversenken.noblogs.org/

Die Nazipartei Der III. Weg mobilisiert zu einer Demonstration am 3. Oktober in Berlin Hohenschönhausen, nachdem ihre alljährlich wiederkehrende 1. Mai Demonstration Corona-bedingt ausgefallen ist. Entgegen ihrer ursprünglichen Planung geht es jetzt in die sogenannte „Reichshauptstadt“ statt nach Erfurt.

Zu den seit 2015 regelmäßig martialisch inszenierten Demonstrationen am 1. Mai (bspw. in Plauen und Chemnitz) konnte der III. Weg bis zu 1000 gewaltbereite Nazis mobilisieren. Seit Juli ruft die Neonazipartei jetzt zur Demonstration am „Tag der deutschen Einheit“ in Berlin auf. Dann soll unter dem Motto „Ein Volk will Zukunft!“ marschiert werden und in ihrem Aufruf wird bereits die Frage gestellt: „Wird es Blockaden geben?“

Wir sagen: „Ja, klar wird es Blockaden geben!“

Seit Ende Mai treiben sich Mitglieder des III. Weg auch bei den sogenannten „Corona-Protesten“ in Berlin herum, um dort ihre Propaganda zu verbreiten. Auch wurden in diesem Jahr bereits einige Male Flugblätter in Reinickendorf, Britz, Treptow-Köpenick und Spandau verteilt. Ebenfalls rief der III. Weg zur Teilnahme an der „Querdenken“ Demonstration in Berlin auf.

Von den wirren Ideen dieser „Widerständler_innen“ unterscheidet sich der III. Weg jedoch in seiner extrem rechten Ideologie. Die Nazipartei strebt einen „deutschen Sozialismus“ an, welcher den III. Weg zwischen Kommunismus und Kapitalismus darstellen soll. Die Bezeichnung ist offensichtlich nur ein anderer Begriff für Nationalsozialismus.

Mit der Gründung der Partei 2013 reagierte die Naziszene rund um das „Freie Netz Süd“ auf das Verbot des Verbands 2013. Dadurch konnten die Strukturen der rund 20 im „Freien Netz“ organisierten Kamaradschaften erhalten bleiben. Mit der Ausnutzung des Parteistatus versuchen die Nazis weiteren Verboten vorzubeugen, was jedoch nichts an ihrer menschenverachtenden Gesinnung ändert.

In Berlin hat der III. Weg bereits 2015 einen „Stützpunkt“ gegründet. Dieser rekrutiert sich aus ehemaligen Kameradschaftlern der „Kameradschaft Tor“, sowie Mitgliedern des „Nationalen Widerstands Berlin“. Dabei ist u.a. Oliver Oeltze, ein verurteilter Gewalttäter, welcher an dem Angriff auf Connewitz 2016 mitbeteiligt war. Das Personenpotenzial ist jedoch überschaubar. Deshalb hat der Berliner „Stützpunkt“ in der Vergangenheit im wesentlichen interne Veranstaltungen und Kooperationen mit den aktiveren Strukturen in Brandenburg veranstaltet. Der „Stützpunkt Potsdam/Mittelmark“ wird z.B. von Maik Eminger geleitet, der vorallem über seinen in den sogenannten NSU verstrickten Zwillingsbruder André Eminger bekannt ist, aber nicht weniger gefährlich ist als dieser. Neben den Verbindungen in das terroristische Milieu des NSU gibt es auch gute Kontakte zum ungarischen Blood & Honour Netzwerk. So reisen beispielsweise regelmäßig Kader der Partei zum SS-Gedenken nach Budapest. Weiterhin beteiligten sich Kader der Partei aktiv am „Kampf der Nibelungen“, dem Kampfsportevent der rechtsradikalen Szene.

Die vergangenen bundesweiten Demonstrationen des III. Wegs haben gezeigt, dass seine Anhänger_innen reisefreudig sind. Und da es dieses Jahr noch kein derartiges Demoevent gab muss am 3. Oktober, trotz der relativen Schwäche in Berlin, mit mindestens 500 gewaltbereiten Neonazis gerechnet werden.

Der III. Weg ruft am 3. Oktober zu 14 Uhr nach Berlin-Hohenschönhausen auf.
Wir sind schon vorher da und rufen dazu auf sich dem III. Weg mit vielfältigen Aktionen und Blockaden am 3. Oktober entgegenzustellen.

Hinweis: Tragt Masken, versucht Abstände einzuhalten und bildet feste Bezugsgruppen!

Bündnis „3. Weg versenken!“